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Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 17.11.2006

Hund hilft bei Demenz-Therapie

Altenzentrum Haus Elisabeth in Boppard beschreitet neue Wege in der Betreuung Kranker - Golden Retriever kommt bestens an

Demenzkranke Menschen leben oft in ihrer eigenen Welt. Für Angehörige, Ärzte, Pflege- und Betreuungskräfte ist es schwierig, mit ihnen zu kommunizieren und etwas über sie zu erfahren. Umso erstaunlicher, dass es ausgerechnet Hunden gelingt, die Patienten aus ihrer Isolation zu führen.

BOPPARD. Asia, der neue Therapiehund des Altenzentrums Haus Elisabeth, ist von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses herzlich aufgenommen worden. Schon beim ersten Kontakt löste der Hund große Begeisterung aus. Die Senioren verwöhnen die Golden-Retriever-Hündin mit Streicheleinheiten und Leckerlis.

Selbst Bewohner, die selten Reaktionen zeigen, lächeln und lassen sich von Asia an den Händen berühren. Alte Menschen sind oft einsam. Liebe und Zuwendung kann nun der "Therapiehund" auf sich konzentrieren. Er lädt zu Körperkontakt und Gesprächen ein. Gleichzeitig wird die Feinmotorik, etwa beim Füttern und Streicheln, gefördert. Das Tier nimmt den Menschen so an, wie er ist. Es hört sich geduldig Geschichten an.

Andrea Brinkmann-Seeck, Bezugsperson der "neuen Mitarbeiterin", wird eine Begleithundeprüfung mit Asia ablegen. "Diese Prüfung ist sehr wichtig, da ein Hund bei der Arbeit mit Senioren menschenbezogen, geduldig und belastbar sein muss", so Silke Döscher von der sozialen Betreuung des Altenzentrums. Tiere werden schon seit langem erfolgreich als therapeutische Helfer eingesetzt, so unter anderem in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen. Das Haus Elisabeth will mit Hilfe der Therapiehündin vor allem demenzkranke Bewohner aktivieren. "Über die Kommunikation zwischen Mensch und Tier kann sich der soziale Kontakt der Bewohner verbessern und die Motivation für Mobilität, zum Beispiel durch gemeinsame Spaziergänge mit dem Hund, verstärkt werden", erläutert Silke Döscher.

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