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Rhein-Hunsrück-Zeitung, 23.11.2006

Rosi Beck würdigt Projekte

Hilfe für psychisch Kranke: Preise nach Koblenz, Mainz, Weißenthurm

RHEINLAND-PFALZ. In Kob-lenz gibt es vier Kioske der besonderen Art: Hier finden psychisch Kranke und Behinderte Arbeit, um so möglichst nahe an ein normales Alltagsleben herangeführt zu werden. Dahinter steht die Stiftung Bethesda St. Martin, Rheinwerkstatt Boppard. Für ihr Projekt "Kioskbeschäftigung" wurde sie vom "Verein zur Unterstützung gemeindenaher Psychiatrie" mit dem ersten Preis und 5000 Euro belohnt.

Insgesamt hatten sich 26 sozialpsychiatrische Einrichtungen auf die Ausschreibung für vorbildliche "Best practice"-Projekte beworben. Der Kuratoriumsvorsitzenden und Vereinsgründerin Roswitha "Rosi" Beck liegt daran, dass psychisch Kranke nicht vereinsamen, sondern kompetente Ansprechpartner finden. "Ich möchte die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Angebote und Einrichtungen der gemeindenahen Psychiatrie an möglichst vielen Orten gebraucht werden", so Beck bei der Preisverleihung.

Der zweite Preis würdigt "Unplugged, das Beratungs-café" in Mainz. Die Gesellschaft für Psychosoziale Dienste erreicht damit jüngere psychisch Kranke, bietet ihnen sinnvolle Freizeitgestaltung und ein breites Beratungsangebot. Das Preisgeld von 3000 Euro hilft dem rein aus Spenden finanzierten Projekt. Der dritte Preis (1000 Euro) geht an das Landeskrankenhaus, Klinik Nettegut (Andernach), für die Außenwohngruppe für drogenabhängige Patienten im Maßregelvollzug in Weißenthurm. Die Gruppe psychisch Kranker, die aus ihrer Erkrankung heraus straffällig wurden, ist "bei allen erfolgreichen Bemühungen der vergangenen Jahre um eine Psychiatrie-Reform vernachlässigt worden", so Jury-Mitglied Wolfgang Guth, Ärztlicher Direktor der Rheinhessenklinik Alzey. (ren)

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