Rhein-Zeitung,
Koblenz-Nord, 09.03.2007
Neue Terrasse für Heimbewohner
Förderverein des "Hauses im Rebenhang" in Winningen investiert 60 000 Euro in einen schöneren Platz an der Sonne
Die Bewohner des Altenheims "Haus im Rebenhang" Winningen können sich freuen: Der Förderverein hat beschlossen, 60 000 Euro in den Bau einer neuen, rollstuhlgerechten Sonnenterrasse mit Blick auf den Ort zu investieren. Bereits im Frühsommer sollen die ersten Arbeiten beginnen.
WINNINGEN. Das Altenheim in Winningen liegt idyllisch und ruhig am Ortsrand - doch bislang konnten die Bewohner diesen Luxus nur begrenzt genießen. Zu schmal war die alte Terrasse am Rebhang, um dort genügend Tische und Stühle aufzustellen oder gar kleinere Feste zu feiern. Das soll sich nun ändern. Der Förderverein steckt sein Kapital in den Bau einer rollstuhlgerechten Terrassenanlage mit genügend Platz für eine großzügige Bestuhlung und bis zu 64 Personen.
"Wir haben darüber nachgedacht, wie wir unser über die Jahre angespartes Vereinsguthaben am besten verwenden können und stellten dabei fest, dass die bisherige, schmale Terrasse des Altenheims nur schlecht genutzt werden kann", erzählt Vereinsvorsitzende Rosi Hautt. Gemeinsam mit dem Heimbewohnerrat wurde die Terrassen-Idee des Fördervereins sorgfältig abgestimmt.
"Wir haben darauf geachtet, dass die Bewohner bei den Planungen zu Wort kommen und wir uns bei allen weiteren Schritten an ihren Bedürfnissen orientieren", betont die Vorsitzende. So ist der Bau der 165 Quadratmeter großen Terrasse zum Beispiel zur Straße hin ausgerichtet. "Das mag ungewöhnlich klingen", sagt Rosi Hautt, "aber die Menschen hier wünschen sich mehr Kontakt zu den Winningern - sie möchten etwas von dem Leben im Ort mitbekommen."
Der vom Winninger Architektenbüro "Objektraum" kreierte Entwurf sieht eine Gestaltung vor, die die vorhandenen Bauelemente der alten Terrasse kostensparend integriert. Große, rollstuhlgeeignete Laufzonen sollen den Bewohnern Sicherheit geben. Da es an der Mosel im Sommer bekanntlich schnell heiß werden kann, war dem Förderverein ein professioneller Sonnenschutz eine besondere Herzensangelegenheit.
"Alleine die Sonnenschirme kosten zwar mehrere Tausend Euro", sagt Rosi Hautt. "Doch sie bieten TÜV-geprüfte Windsicherheit, können binnen weniger Minuten geöffnet oder geschlossen werden und beeinträchtigen die Aussicht nicht."
Auch der runde Tümpel hinter dem Terrassenbereich, der bisher als Löschwasserreservoir für die Feuerwehr diente, soll aufgeschüttet werden, damit die Böschung in Zukunft weniger steil und damit weniger gefährlich ist. "Durch das angrenzende Neubaugebiet kann die Feuerwehr höchstwahrscheinlich in Zukunft auf andere Hydranten zugreifen", hofft Rosi Hautt. Wenn alles glatt geht und die Bethesda-Stiftung grünes Licht gibt, beginnen die Arbeiten für die Sonnenterrasse bereits im Frühsommer. Bettina Belitz
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