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Rhein-Hunsrück-Zeitung, 15.03.2008 Aus für Dorfläden in Weiler und Holzfeld
Die von der Bopparder Stiftung Bethesda-St. Martin betriebenen Geschäfte schließen bereits zum Ende des Monats - Zu wenig Umsatz gemacht
Wenn die Einwohner im eigenen Dorf Waren für den täglichen Bedarf kaufen können, ist das vor allem für die älteren Bürger eine tolle Sache. Aber nicht immer lohnt sich der Betrieb. Diese Erfahrung müssen jetzt die Holzfelder und Weilerer machen.
WEILER/HOLZFELD. Die von der Bopparder Stiftung Bethesda betriebenen Dorfläden in Holzfeld und Weiler werden am 29. März dichtgemacht. Der Umsatz stimmt nicht mehr. Beide Betriebe schreiben rote Zahlen. 1999 waren die Verträge unterzeichnet worden. Acht Jahre hielten sich die Geschäfte. Vor allem Senioren kauften gerne ein, zumal sie nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren.
Gleichzeitig diente der Dorfladen als Kommunikationsstätte für ältere Menschen, die oft noch ein Schätzchen mit den Mitarbeitern suchten. "Dennoch können wir eine Schließung zum 29. März nicht verhindern. Wir sind ein Opfer des Trends", so Werner Bleidt und Clemens Bergmann von der Stiftung Bethesda gegenüber Der RHZ.
Obwohl die Öffnungszeiten auf Kundenwunsch angepasst wurden und sich die beiden Ortsvorsteher das Zahlenwerk im Detail erläutern ließen, schrieben beide Läden keine schwarzen Zahlen. Es wurde lange nach Lösungen gesucht - ohne Erfolg.
"Bei einem Umzug ins Altenheim oder im Todesfall fehlt uns leider immer wieder ein Kunde mehr, der für regelmäßigen Umsatz sorgte. Die nachfolgende Generation hat den Dorfladen noch nicht für sich entdeckt. Lediglich Kinder und Jugendliche haben Süßwaren, Getränke und Zeitschriften gekauft," sagen Bleidt und Bergmann. Für die fünf Behinderten und die Fachkraft, die für die Betreuung der beiden Läden notwendig war, ist Rheinwerkstattleiter Clemens Bergmann bemüht, sie wieder an anderer Stelle ins Arbeitsleben zu integrieren. Bemüht waren die Verantwortlichen auch, sich einer Lebensmittelkette anzuschließen, um günstig einkaufen zu können, was letztlich ebenfalls scheiterte. Die Schließung der beiden Dorfläden in Holzfeld und Weiler fielen rein zufällig mit der Öffnung des St. Goarer Stadtladens am Montag zusammen, so Bleidt und Bergmann. Suzanne Breitbach
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