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Rhein-Zeitung, 26.06.2008 Brillen für Arme
Arbeitslose im Einsatz
KOBLENZ. Im Einsatz für das Katholische Blindenhilfswerk: Arbeitslosengeld-II-Empfänger arbeiten beim Blindenprojekt der BEST gGmbH Brillen auf, die für Menschen in Afrika gespendet werden. Zunächst müssen die Brillen von den zwölf Teilnehmenden sortiert werden. "Gleitsichtbrillen können nicht weiterverwendet werden, die wurden für individuelle Bedürfnisse angefertigt", erklärt Erika Bode von der Stiftung Bethesda-St. Martin. Die Modelle werden gereinigt und poliert, genommen werden nur die besten.
Gemessen und sortiert
Anschließend vermessen die Teilnehmenden in der Optikerschule Dietz die einzelnen Modelle. Sortiert werden sie nach Männer-, Frauen- und Kindermodellen, Fern- und Nahbrillen sowie nach Dioptrien-Stärke. Bode: "Diese Arbeit macht den Leuten sehr viel Freude, es besteht auch ein sehr guter Gruppenzusammenhalt."
Durch den Besuch von Schwester Clara-Maria, Ordensfrau der Waldbreitbacher Schwestern, haben die Arbeitslosen gesehen, dass "ihre Arbeit einen Sinn hat und Menschen zugutekommt, die noch bedürftiger sind als sie selbst", erklärt Bode. Die Ordensschwester informierte die Teilnehmenden über die Armut in Nipepe, Mosambik, und die große Freude, die die Menschen beim Erhalt der Brillen empfunden haben. Das Koblenzer Brillenprojekt ist ein Teil der Aktion "Lunettes sans frontiers" des Katholischen Blindenhilfswerks.
(tj)
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