Rhein-Hunsrück-Zeitung,
11.08.2008
"Best" pflegt den Rheinburgenweg
Das Bopparder Integrationsunternehmen ist jetzt fast für die gesamte linksrheinische Premium-Wanderroute zuständig
Das Unesco-Welterbe "Oberes Mittelrheintal" zählt zu den schönsten Gegenden Europas. Besonders interessant ist diese einzigartige Kulturlandschaft für Wanderer. Zu den schönsten Wanderrouten gehört der Rheinburgenweg. Er ist eine reizvolle Alternative und ideale Ergänzung zum rechtsrheinischen Rheinsteig und kann das touristische Potenzial der linken Rheinseite wirksam zur Geltung bringen.
MITTELRHEIN. Das Bopparder Integrationsunternehmen Best ist jetzt für die Pflege fast des gesamten Rheinburgenwanderweges zuständig. Auf der linksrheinischen Route zwischen Oberwesel und Rhens hat Best schon Fuß gefasst. Jetzt kam der Streckenabschnitt zwischen Bacharach und Bingen hinzu.
"Die Pflege und die Instandsetzung des Rheinburgenweges ist für den Tourismus unserer Region von großer Bedeutung", so der Bürgermeister der VG Rhein-Nahe, Franz-Josef Riediger. Er hatte die Idee, das Unternehmen der Stiftung Bethesda auch für die Pflege des südlichen Teiles des Wanderweges zu gewinnen und damit eine einheitliche und dauerhafte Betreuung dieses Wanderweges sicherzustellen. In enger Abstimmung mit dem Walderholungsverband Rhein-Nahe, den betroffenen Ortsgemeinden sowie den Städten Bacharach und Bingen wurden die Gespräche mit der Firma Best geführt. "Wir sind froh darüber, dass das Projekt mit der Firma Best nun realisiert werden kann", so Michael Hüttner, Beigeordneter der Stadt Bingen und Vorsitzender des Walderholungsverbandes Rhein-Nahe, der die Trägerschaft zur Einrichtung des Rheinburgenweges von Bingen bis zur Kreisgrenze in Bacharach übernommen hat. Schnell einigen konnte man sich auf die Idee, das Projekt mit einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme zu verbinden. Das zuständige Center für Arbeitsmarkt-Integration in Ingelheim konnte ebenfalls überzeugt werden. Ergänzt werden soll die Finanzierung mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. "Für mich hat diese Maßnahme nicht nur einen kommunalpolitischen und touristischen Hintergrund, sondern insbesondere einen integrativen arbeitsmarkpolitischen Aspekt. Die sinnvolle Verbindung beider wichtiger strukturpolitischer Aufgaben in einer Maßnahme macht die Besonderheit des mit Arbeitsmarktmitteln unterstützen Projektes aus. Es werden regionalspezifische Zusatzjobs mit öffentlichem Interesse im lokalen Konsens für arbeitslose Männer und Frauen geschaffen, die in der Regel keine Arbeit finden", wie Gudrun Schuh, Leiterin des Centers für Arbeitsmarkt-Integration Mainz-Bingen, ausführte
Zwölf Arbeitsgelegenheiten, sogenannte Ein-Euro-Jobs, wurden eingerichtet. Die "Jobber" kommen ausnahmslos aus der Region. Unter der fachkundigen Leitung des Best-Anleiters, Forstwirt Andreas Hein, nahmen jetzt die ersten sechs Mitarbeiter die Arbeiten im Bereich Bacharach auf. Eine zweite Gruppe, ebenfalls mit sechs Personen, wird folgen.
Arbeit gibt es reichlich. Auf einer Strecke von immerhin 42 Kilometern muss der Weg von Sträuchern befreit werden. Trockenmauern werden aufgesetzt, zugewachsene Bachläufe freigelegt.
Die zu leistende Arbeit sei erkennbar notwendig und sinnvoll. Dies und die Bedeutung des Projektes für die Region wirke sich positiv auf die Motivation der Ein-Euro-Jobber aus, die über die Teilnahme ihre beruflichen Perspektiven verbessern, so Best-Geschäftsführer Werner Bleidt. Aufgrund der ESF-Förderperioden läuft das Projekt zunächst bis zum 31.Oktober. Alle Beteiligten zeigten sich aber zuversichtlich, die begonnenen Arbeiten über diesen Zeitpunkt hinaus fortführen zu können, machte Riediger deutlich.
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