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Rhein-Hunsrück-Zeitung, 11.12.2008

Vereinsvermögen für Best und Schmiedel

"Arbeit für Jugend" löst sich auf: Bethesda in Boppard und Bildungszentrum erhalten je 4000 Euro

RHEIN-HUNSRÜCK. Der vor rund drei Jahren gegründete Verein "Arbeit für Jugend" hat sich aufgelöst. Vom vorhandenen Vereinskapital von 8000 Euro profitieren zu gleichen Teilen die Firma Best der Stiftung Bethesda-St. Martin in Boppard und das Evangelische Bildungszentrum Schmiedel.

Der Verein "Arbeit für Jugend" war mit dem Ziel angetreten, arbeitslose Jugendliche bis 24 ins Berufsleben zu integrieren. Die Mitglieder des Vereins sind durch den Kreis gereist, um gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen. Auf ihrem wichtigen Weg in die Schul- und Berufsausbildung bis zum Einstieg in den Beruf sollten die Jugendlichen unterstützt werden. Deutlich verbessert hat sich im Zeitraum von drei Jahren die Situation vieler Jugendlicher. Dutzende Betriebe haben die Vereinsmitglieder besucht, Gespräche wurden geführt, Praktika vermittelt und finanziell unterstützt. Im Kreis wurden rund 25 000 Euro für die jungen Menschen gesammelt.

"Wir haben mit der Initiative viel erreicht. Mehr als 100 Jugendliche wurden vor Arbeitslosigkeit, Suchtproblematik und Kriminalität bewahrt. Viele sind dankbar für die Perspektive, die wir ihnen gegeben haben", blicken die Vereinsmitglieder Dietmar Tuldi, Klaus Wende, Kevin Keber, Achim Kistner und Bernd Albrecht mit Genugtuung zurück.

Aber beim Verein "war die Luft raus", so Tuldi. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen Jahre ist die Jugendarbeitslosigkeit stark zurückgegangen. "Aber wir wissen unser Anliegen ja in guten Händen", verweist Tuldi auf das Engagement von Best und den Schmiedelanstalten, die sich in besonderem Maße für Jugendliche einsetzen.

Die Schmiedelanstalten bieten Maßnahmen für benachteiligte junge Menschen zur Förderung der Berufsreife und für die Berufsvorbereitung an. Es können bei der Einrichtung auch überbetriebliche Ausbildungen absolviert werden.

Die Firma Best kann die 4000 Euro gut gebrauchen, um weitere Arbeitsplätze für psychisch kranke und behinderte Menschen zu den Bedingungen des freien Arbeitsmarktes zu schaffen. Als anerkannter Integrationsbetrieb gibt das Unternehmen arbeits- und sozialpädagogische Hilfen und sorgt für berufliche Qualifizierung und die Ausbildung junger Leute.

Suzanne Breitbach

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