Rhein-Hunsrück-Zeitung, 13.06.2009
Rheinburgenweg immer schöner
Integrationsfirma pflegt beliebte Wanderstrecke - Zertifizierung angestrebt
MITTELRHEIN. Das Unesco-Welterbe "Oberes Mittelrheintal" zählt zu den schönsten Gegenden Europas und bietet Wanderern unzählige Routen. Zu den schönsten Wanderstrecken im Tal des romantischen Rheins gehört der Rheinburgenweg.
Für die Pflege und Betreuung des Wanderweges zwischen Bingen und Bacharach sorgt ein Integrationsunternehmen der Stiftung Bethesda St. Martin Boppard, die Firma Best, im Rahmen einer arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahme. Zwölf arbeitslose Männer sind hier im Einsatz. Sie werden unterstützt durch das Center für Arbeitsmarktintegration Mainz-Bingen und den Europäischen Sozialfonds.
Die Beschäftigung soll für die Männer eine Chance sein, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, Franz-Josef Riediger, und der Beigeordnete der Stadt Bingen und Vorsitzende des Walderholungsverbandes Rhein-Nahe, MdL Michael Hüttner, sind froh über das für alle Seiten positive Engagement. "Darüber hinaus ist die Pflege und Instandsetzung des Rheinburgenweges für den Tourismus unserer Region von großer Bedeutung", sagen Riediger und Hüttner.
In enger Abstimmung mit dem Walderholungsverband Rhein-Nahe verfolgen die an den Wanderweg angrenzenden Städte und Gemeinden das Ziel, die Wanderroute noch attraktiver zu gestalten. "Wir haben in den letzten Monaten deutliche Fortschritte erzielt", berichtet der Oberdiebacher Ortsbürgermeister Andreas Krämer. Nachdem der Rheinburgenweg an verschiedenen Stellen verlegt wurde, liegt der Asphaltanteil unter 20 Prozent. "Damit sind wir der Zertifizierung als Premiumwanderweg einen großen Schritt näher gekommen", so der Niederheimbacher Beigeordnete Norbert Engelmann. Die Internetpräsenz über die Strecke soll neu gestaltet werden.
Weitere Arbeiten sind geplant. So sollen künftig noch mehr Schilder auf den Weg hinweisen, Unterstände einen frischen Anstrich erhalten und Aussichtspunkte sowie markante Felsen oder Weinbergsmauern von Wildwuchs befreit werden. "42 Kilometer Weglänge müssen die Mitarbeiter freischneiden", erklärt Best-Geschäftsführer Werner Bleidt. Genug Arbeit also, um den Fortbestand der Integrationsmaßnahme zu rechtfertigen, wie sich alle Beteiligten einig sind.
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