Pressespiegel

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Rhein-Zeitung, 06.05.2010

So selbstständig wie möglich – und dabei stets gut versorgt

Zehn Jahre Gemeindepsychiatrisches Zentrum „Lichtblick“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler – Engagierte Mitarbeiter gelobt

KREISSTADT. Vor zehn Jahren erweiterte die evangelische Kirchengemeinde in der Kreisstadt die Hilfe für Menschen mit psychischer Erkrankung um eine Tagesstätte sowie eine Kontakt- und Informationsstelle im ehemaligen Hotel „Zum Römer“ im Stadtteil Ahrweiler. Zur Feierstunde und zum anschließenden Fest in den Räumen des Gemeindepsychiatrischen Zentrums (GPZ) „Lichtblick“ fanden sich viele Gäste ein.

Im Jahr 2008 wechselte die Trägerschaft des GPZ zur Stiftung Bethesda St. Martin. Werner Bleidt, Geschäftsführer aus Boppard, dankte der evangelischen Kirchengemeinde für den Mut und ihr Engagement für Menschen mit psychischer Erkrankung. Die Stiftung Bethesda St. Martin hat die Arbeit fortgesetzt, sodass heute 14 Besucher der Tagesstätte und mehr als 60 Menschen begleitet und unterstützt werden, unter anderem beim betreuten Wohnen. Der Fachbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung, Klaus Kniel, betonte die Bedeutung des GPZ als Baustein der ambulanten Versorgung im Landkreis Ahrweiler. Die Kreisverwaltung ist in den meisten Fällen der Kostenträger und sehe sich einem steigenden Bedarf gegenüber. Das GPZ ist ihm zufolge ein fester Bestandteil des Hilfesystems für psychisch Kranke im Kreis.

Auf eine Reise in die Vergangenheit wurden die Gäste dann von Pfarrer Winfried Scharte mitgenommen. Er erinnerte an alle Mitarbeiter seit der Gründung des GPZ, und er hob auch das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder der Kirchengemeinde hervor. Besondere Erwähnung galt Prof. Dr. Hans-

Martin Einwächter, der die Arbeit stets begleitet und unterstützt hat.

Dann kamen Klara Kelter und Rainer Ritzdorf zu Wort – zwei Menschen, die das GPZ seit den Anfängen kennen. Kelter besucht seit neun Jahren die Tagesstätte und machte den Mitarbeitern ein großes Kompliment für ihren Einsatz: Sie fürchte den Tag, an dem sie einmal nicht mehr kommen könne. Ritzdorf betonte, dass das betreute Wohnen ihm die Ablösung vom Elternhaus ermöglicht hat – einen Schritt in die Selbstständigkeit, den er nie bereut habe.

Dorothea Begger, die seit einem Jahr die Leitung innehat, dankte dem Team für die engagierte und fachliche Arbeit. Mit einem kurzen Blick auf den Aktionsplan der Landesregierung Rheinland-Pfalz zur UN-Konvention für Menschen mit Behinderung verband sie das Versprechen, dass Menschen mit psychischer Erkrankung im Kreis Ahrweiler mit dem GPZ einen verlässlichen Partner haben.

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